IMMOBILIENWIRTSCHAFT DER MONAT Laut Statistik der AXA gab es pro versicherte Haushalte in den letzten zehn Jahren am meisten Überschwemmungen im Kanton Schwyz, gefolgt von den Kantonen Solothurn, Luzern, Schaffhausen und Aargau. GRAFIK: AXA.CH SCHWEIZ ERFOLGSFAKTOR AKZEPTANZ Wie kann eine Gemeinde Wohnraum schaffen, ohne mehr Land zu überbauen - und gleichzeitig den Ortskern stärken? Ein vom Bundesamt für Wohnungswesen unterstütztes Projekt in Flawil SG zeigt, wie dies mit guter Grundlagenarbeit in der Nutzungsplanung gelingen kann. Die Bevölkerung konnte von Anfang an mitreden: Drei Szenarien, vom Festhalten am heutigen Kurs bis zu stärkerer Entwicklung im Dorfkern, wurden über Visualisierungen, Handskizzen, Dorfspaziergänge und öffentliche Veranstaltungen vermittelt. Während zu Beginn rund ein Drittel der ANZEIGE Teilnehmenden unentschlossen war, sank dieser Anteil nach den Veranstaltungen auf 2%. Die Zustimmung zu einer stärkeren Verdichtung stieg gleichzeitig von 63% auf 93%. Der Bericht «Aufgeklärte Partizipation als fundierte Grundlage für grundeigentümerverbindliche Planung der Innenentwicklung» dokumentiert das Projekt. bwo. admin.ch/medien HAGEL UND WASSER: AXA ZIEHT BILANZ Die Schadenstatistiken der AXA zeichnen ein klares Bild, wo welche Unwetterschäden in den letzten zehn Jahren am häufigsten vorkamen: Hagel- und Blitzschäden im Tessin, Überschwemmungsschäden im Kanton Schwyz (siehe Grafik oben). Betroffen sind jedoch alle Kantone - mit grosser Volatilität von Jahr zu Jahr. Die erste Hälfte des aktuellen Unwetterjahres Geschätzte Liegenschaften Bewertung und Verkauf von Wohn-, Geschäfts- und Industrieliegenschaften. Seit über 30 Jahren professionell, zuverlässig, transparent. Hecht Immo Consult AG Birsigstrasse 2, 4054 Basel Tel. +41 61 360 30 60 www.hic-basel.ch info@hic-basel.ch verlief gesamtschweizerisch betrachtet etwa im langjährigen Schnitt. Einschneidend war laut AXA der Hagelsturm vom 9. Juni im Tessin, der für einen Grossteil der Kosten verantwortlich ist. In den letzten dreissig Jahren betrugen die Unwetterschadenkosten der AXA an Fahrzeugen, Gebäuden, Hausrat und Einrichtung pro Jahr im Schnitt rund 115 Mio. CHF. axa.ch HITZEWELLE: SBV LANCIERT PETITION Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) hat eine Online-Petition lanciert, um faire und realistische Bedingungen bei Hitzeperioden auf Baustellen zu fordern. Anders als bei Unwettern werden Verzögerungen und Unterbrechungen wegen extremer Hitze bislang selten berücksichtigt und nicht entschädigt - die Kosten und der Druck lasten so auf Bauunternehmen und Bauarbeitenden. civic.ch/unterschreiben WOHNEIGENTUM ERNEUT TEURER Die Preise für Wohneigentum sind im 2. Quartal erneut gestiegen. Der Index des Bundesamts für Statistik legte von April bis Juni zum Vorquartal um +0,7% auf 127,7 Punkte zu (4. Quartal 2019 = 100). Während die Preise für Einfamilienhäuser national leicht sanken (−0,4%), zogen jene für Eigentumswohnungen an (+1,6%). Am stärksten gestiegen sind die Wohneigentumspreise in den städtischen Gemeinden einer kleinen oder ausserhalb einer Agglomeration (+1,8%), stabil blieben sie in ländlichen Gemeinden. Die Gesamtteuerung gegenüber dem Vorjahresquartal betrug +3,5%. bfs.admin.ch MIETEN LEGEN WEITER ZU Gemäss aktuellen Auswertungen von Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) liegen die Marktmieten für neu abgeschlossene Mietverträge im 2. Quartal sowohl im Neubau- (+1,4%) als auch im Altbausegment (+2,7%) über dem Niveau des Vorjahresquartals; zum Vorquartal steigen die Marktmieten insgesamt um +2,4%. Bei Neubauwohnungen fallen die Anstiege in der Südschweiz (+2,0%), der Ostschweiz (+1,8%) und im Alpenraum (+1,7%) am stärksten aus, bei Altbauwohnungen im Alpenraum (+3,3%) sowie im Jura und in der Ostschweiz ( je +3,1%). fpre.ch HÖHERE PREISE FÜR MEHR FAMILIENHÄUSER Die Preise für Mehrfamilienhäuser liegen laut FPRE im 2. Quartal +6,9% über dem Niveau des Vorjahresquartals; gegenüber dem Vorquartal steigen sie um +3,5%. Im Vorjahresvergleich fallen die Anstiege im Mittelland (+7,5%), in der Ostschweiz (+7,4%) und im Alpenraum (+7,3%) am stärksten aus. fpre.ch 28 IMMOBILIA / September 2026
17 BÜROMARKT: GEMISCHTE SIGNALE Die Marktmieten für Büroflächen liegen laut FPRE schweizweit leicht über dem Niveau des Vorjahresquartals (+0,3%), gehen gegenüber dem Vorquartal jedoch um −1,1% zurück. Die Marktwerte von Büroimmobilien steigen im Vorjahresvergleich um +4,2% und liegen auch gegenüber dem Vorquartal leicht höher (+0,5%). FPRE erwartet für Büroimmobilien bis Ende Jahr insgesamt stabile Marktbedingungen, bei anhaltendem Druck auf periphere Lagen und ältere Objekte. fpre.ch PUBLIKATIONEN RESSOURCEN SCHONEN DANK EFFIZIENZ Die aktuelle Ausgabe der Publikation «Zürcher Umweltpraxis und Raumentwicklung» (ZUP 114) widmet sich der effizienten Nutzung von Ressourcen. Vorgestellt wird unter anderem das Programm «Ökoprofit», das KMU dabei hilft, ökologische und betriebliche Vorteile miteinander zu verbinden. Weitere Beiträge zeigen, wie Gemeinden Flächen aufwerten können oder wie sich der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln dank digitaler Technologien senken lässt. Die ZUP 114 (43 Seiten) sowie diverse Themenhefte stehen kostenlos zur Verfügung. zh.ch (Umwelt & Tiere > Umweltschutz) KLIMA-LEITFADEN FÜR GEMEINDEN Häufigere Hitzetage, intensivere Niederschläge und längere Trockenperioden beeinflussen unsere Lebensräume zunehmend. Mit dem Leitfaden «Modul Klima» ( 33 Seiten) unterstützt der Kanton Luzern insbesondere kleinere und mittlere Gemeinden dabei, ihre Siedlungen zu kühlen, vor Überschwemmungen zu schützen und lebenswert zu gestalten. Der Leitfaden dient als Informationsbroschüre, Ideengeber und praktische Arbeitshilfe zugleich. Nach einer Einführung zu Klimawandel und Handlungsbedarf folgt ein umfangreicher Teil mit konkreten Massnahmen. klima.lu.ch (Medien > Mitteilung 13.5.2026) WOHNEIGENTUMS MARKT IM VISIER Trotz Pandemie, Inflation, Kriegen und KI-Umbruch sind die Preise für Wohneigentum weiter gestiegen. Sind sie ökonomisch noch gerechtfertigt, oder hat sich der Markt von den Fundamentaldaten entkoppelt? Dem geht Wüest Partner in der Studie «Wohneigentum in Zeiten der Unsicherheit: Wie robust ist der Schweizer Markt?» nach, ANZEIGE mit einem Fundamentalwertmodell zur Preisentwicklung seit 1985 anhand sechs wirtschaftlicher Treiber. Ergänzt wird die Analyse durch fünf Konjunkturszenarien bis 2028 und eine kantonale Betrachtung. Die Studie steht Abonnenten des Immo- Monitorings zur Verfügung. wuestpartner.com (News & Studien > Immo-Monitoring) Wie nachhaltig ist Ihr Portfolio? Jetzt Reifegrad ermitteln. www.pom.ch IMMOBILIA / September 2026 29
Förderprogramm Kanton Luzern Raus
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